Liebe Unternehmer:innen, liebe Netzwerkpartner:innen,
Die aktuelle Nahost-Krise führt uns einmal mehr vor Augen, wie entscheidend eine unabhängige regionale Energieversorgung ist – insbesondere im Bereich der Wärme.
Die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck haben diese Notwendigkeit bereits früh erkannt und Mitte der 1980er-Jahre mit der Gründung des gemeinsamen Kommunalunternehmens für Abfallwirtschaft (GfA A. ö. R.) die Grundlage geschaffen. Ursprünglich lag der Fokus auf der sicheren Beseitigung und Verwertung der anfallenden Abfälle der Landkreise sowie der energetischen Nutzung durch Stromerzeugung.
Ein bedeutender Meilenstein folgte Anfang der 2000er-Jahre mit der Inbetriebnahme der ersten Fernwärmeauskopplung für das Olchinger Schwaigfeld und in den darauffolgenden Jahren kontinuierlich erweitert: Neben dem Ausbau im Stadtgebiet Olching konnten zwei Gewerbegebiete erschlossen und große Teile der Gemeinde Bergkirchen an die nachhaltige Wärmeversorgung angeschlossen werden. Zu Spitzenzeiten werden nun 30 MW thermische Leistung abgerufen.
Angesichts der mittlerweile erreichten Kapazitätsgrenzen des Abfallheizkraftwerks richtet die GfA ihren Blick konsequent in die Zukunft und setzt auf hydrothermale Tiefengeothermie – eine Technologie, die im Münchner Umland aufgrund günstiger geologischer Voraussetzungen besonders hohe Erfolgsaussichten bietet.
Das Projekt entwickelt sich dynamisch: Die erste von insgesamt zwei Bohrungen wurde bereits erfolgreich abgeteuft. Die Einspeisung erster Wärmemengen in die bestehenden Netze ist für das Jahr 2027 geplant.

